Burg Bredenhag

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Burg Bredenhag
Region: Abagund
Typ: Große Burg
Lehen: Gräflich Bredenhag
Burgherr: Graf von Bredenhag
Einwohner: 1000
im Ort: 100
im Umland: 900
Truppen: 10 Heckenrosen (Burgwache), 20 Heckenreiter, 45 Stachelspieße
Befestigung: Palisadenwall mit Graben, ausgedehnte Zwingeranlagen, weitläufige Ringmauer, zahlreiche Türme, Bergfried
Schreine: Rondra
Besonderes: Vorburg- und Hauptburg
In der Nähe:
Halianshall
Pfeil-Nordwest-Grau.png
Burg Bredenhag
Pfeil-Südwest-Grau.png Pfeil-Süd-Grün.png Pfeil-Südost-Grau.png
Gemharsbusch Gräflich Ochsjoch Dorf Bredenhag
Angaben von: 1040 Sommer
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Burg Bredenhag ist seit alter Zeit der Herrschaftssitz der Grafen von Bredenhag. Durch den gefallenen Grafen Jast Irian Crumold, den man auch den Schlächter nannte, wurde die Befestigung beträchtlich erweitert, wodurch die Burg nun mit zu den größten Wehranlagen des Fürstentums zählt. Von Anfang des Jahres 1035 bis zu ihrem Tode im Rahja 1039 in Mendena residierte hier Gräfin Maelwyn Stepahan. Seit 1040 BF hat ihr Sohn Arlan Stepahan die Grafenwürde inne.


Lage

Die mächtige Feste liegt über dem gleichnamigen Dorf, auf dem zerklüfteten Madastein.

Impressionen aus der Heckenfehde (1039-1040)

Burg Bredenhag glich in diesen kalten Wintertagen einem schlafenden Eisriesen, dessen schneebedeckte Glieder sich weit über den Madastein erstreckten. Die hervorstechende Anhöhe inmitten der Abagunder Heide war von zerklüfteten Hängen geprägt, die vom frostigen Firn des Winters überzogen ward. Wenn man den alten Überlieferungen Glauben schenkte, dann war das Land um den Madastein einst von einer dichten Waldwildnis bedeckt und eine alte elfische Ansiedlung befand sich auf dessen höchster Stelle. Als die ersten menschlichen Siedler das uralte Gehölz zu roden begannen, um Platz zu schaffen für ihr Dörfer, Äcker und Viehweiden - zogen sich zahlreiche der geheimnisvollen Alben voll von Sorge und Trauer aus Albernia zurück. Am Ende der Siedlerzeit (um 800 v.BF-705 v.BF) soll dann der Recke Brél vom weiten Hag, die erste Burganlage auf dem Madastein errichtet haben. Ihr Erbauer hatte diesen Ort mit Bedacht gewählt, denn der Burgberg war einfach zu verteidigen. Gen Firun fielen seine Hügelflanken steil ab. Weniger abschüssig, aber nicht minder von unwirtlichen Felsvorsprüngen geprägt, waren seine Flanken gen Rahja und Efferd. Nur vereinzelt krallten sich dort bis heute Sturmeichen und Hecken in den Fels. Sie überschatteten auf einigen Absätzen kleine Küchengärten der Burg, in denen Gemüse, Obst und Kräuter gediehen. Brél hatte den Grund seinerzeit nicht einebnen lassen als er die ersten Fundamente legte. Einige Gelehrte vermuten, dass Burg Bredenhag nicht nur über einige Jahre hinweg erbaut wurde, sondern in ihrer heutigen Form über viele Jahrhunderte entstand und es sich ursprünglich um mehrere Ringfesten handelte. Daher maß die imposante Vor- und Hauptburg über 200 Schritte in der Länge und nicht weniger als 60 Schritte an ihrer schmalsten Stelle. Burg Bredenhag zählte nicht zuletzt seit der Erweiterung durch Graf Jast Irian Crumold zu den größten und eindrucksvollsten Burgen der siebenwindigen Lande. Hoch über der weitläufigen Ringmauer blickten starke Türme ins Umland und die roten Banner der Stepahan waren weithin zu sehen und bezeugten den Herrschaftsanspruch von Gräfin Maelwyn und ihres Hauses. Überall am Mauerwerk von Türmen und Hallen ließen sich steinerne Wasserspeier und Statuen finden, welche in Form und Gestalt an die dunklen Wesenheiten der Anderswelt erinnern: Die Steinmetze hatten dem Granit grauenvolle Fratzen und schaurige Schreckgestalten entlockt, von deren Fängen in Firuns Atem lange spitze Eiszapfen hingen. Ein steiler Weg wand sich rund um den von einer Palisade umfriedeten Burgberg - gerade breit genug, um einem Karren Platz zu bieten. Der Weg führte links an der Ringmauer entlang, sodass jeder Eindringling der Hauptburg seine rechte, vom Schilde nicht bedeckte Seite zuwenden musste, um dann vor einem Felsgraben zu enden, über den eine Zugbrücke zur Vorburg führte.

Impressionen aus Schuld und Sühne (1047)

Der abgeschiedene Kampfplatz
Der Kampfplatz an der westlichen Außenmauer von Burg Bredenhag lag abgeschieden, verborgen zwischen alten Sturmeichen, deren Äste sich wie knorrige Finger in den Herbsthimmel reckten. Das Laub war bereits von den ersten Nächten Firuns gezeichnet – golden und rot, mit einzelnen braunen Blättern, die der Wind über den steinernen Boden jagte. Ein schmaler Pfad schlängelte sich von der Hauptburg den Madastein hinab - vorbei an alten Mauergärten. An besonders steilen Stellen war er von gehauenen Steinstufen unterbrochen, deren Kanten vom Regen ausgewaschen waren. Vom Wind zerzauste Hecken rahmten die brüchigen Steinabsätze ein, während sich wuchernde Kräuter in den Fugen des Mauerwerks ausbreiteten. Wilder Quendel und rankender Efeu sprossen zwischen den Ritzen und überwucherten die feuchten Steine. Nahebei entsprang die Madaquelle. Das leise Murmeln des Wassers vermischte sich mit dem Rascheln des Laubes und dem fernen Krächzen der Raben. Es war ein abgeschiedener Ort, umgeben von der stummen Wacht aus Fels und Eichen. (...)
Ein letztes Mal blickte Jaran über den Kampfplatz. Er war schon immer ein Ort des Wandels gewesen — versteckt und abgeschieden, Zeuge vergangener Kämpfe und kommender Entscheidungen.

Cûrthans Turm
Dann erreichten sie die letzte Biegung vor dem Felsgraben. Zu ihrer Linken ragte Cûrthans Turm wie ein stummer Wächter in den sternlosen Nachthimmel. Seine Mauern waren rau wie ein uralter Baumstamm, überzogen von Moos und dem fleckigen Wundbrand der Jahrhunderte. Unter seinem wettergegerbten Keildach erstreckte sich ein hölzerner Wehrgang, durch den klagend der Wind pfiff.

Das Madator
Vor ihnen erhob sich das massive Madator, ein trutziges Bollwerk, das sich wie die Faust eines Riesen gegen den Nachthimmel reckte. Über die dunklen Steine huschten die verzerrten Schatten der Wasserspeier, die wie Raubtiere in der Finsternis auf ihre Beute lauerten. Die Toranlage war älter als die meisten Gebäude der Burg, errichtet noch in der Zeit von Gräfin Arlyna Herlogan. Es war ein gewaltiger, viereckiger Bau, bekrönt von einem imposanten steilaufragenden Schindeldach. (...) Bald würde es nur noch die Mannpforte geben, schmal wie ein Dolchhieb in der Mauer, ein Tor für die, die zu spät kamen – oder für die, die nicht erwartet wurden. Sie lag jenseits des unwirtlichen Felsgrabens und war nur durch einen steilen Ab- und Aufstieg zu erreichen – ein mühsamer, unsicherer Weg, den kaum jemand freiwillig wählte.

Der Haghof
Dahinter lag der Haghof, von spärlichem Licht erhellt – ein Wirrwarr aus Stein und Schatten. Nur wenige Mägde und Stallburschen verweilten noch hier, zumeist erschöpft von ihrem harten Tagwerk. Sie blickten auf, als die beiden Ritter eintrafen, und einige begannen sogleich miteinander zu tuscheln. An die Vorburgmauer lehnten sich zahlreiche Wirtschaftsbauten. Über der Werkstatt des Sattlers hatte sich ebenso Stille ausgebreitet wie über der Burgschmiede, wo der Klang von Hammer und Amboß längst verhallt war, vom großen Gesindehaus drang hingegen schwacher Kerzenschein hervor – wie ein letzter Funke in der Nacht. Von den Stallungen war das verlassene Wiehern eines Pferdes zu hören. In unmittelbarer Nähe drängten sich zahlreiche Viehställe an die Vorburgmauer.

Der Vogthof
Die Schwärze des Vogthofs gab eine hochgewachsene Gestalt preis, die unter dem Torbogen hervortrat und ihnen bergab entgegenkam - (...)

Der Eichenhof
Der Eichensaal von Burg Bredenhag lag im oberen Stockwerk von Brêls Halle über dem Eichenhof, angrenzend an den Bergfried und unweit des Palas. Eine alte Eiche ragte hier mit knorrigen Ästen in den Nachthimmel. Sie hatte einen verdrehten Stamm, der an eine verkrümmte alte Frau erinnerte. Ein schwerer Felsblock ruhte an ihrem Holz, als würde sie weinend über einem vergessenen Grab wachen.



Persönlichkeiten auf Burg Bredenhag


Die Grafen der Heckenlande


Chronik

um 800 v.BF-705 v.BF
der Recke Brél vom weiten Hag errichtet die erste Burganlage auf dem Madastein.

Quellen

Offizielle Quellen